Kieferorthopädische Indikationsgruppen

Mit Beginn des Jahres 2002 sind für die Behandlung von gesetzlich krankenversicherten Patienten neue Richtlinien eingeführt worden. Mit Hilfe von kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG) muss abgegrenzt werden, ob die Behandlung auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt werden darf oder ob die Behandlung vom Patienten selbst bezahlt werden muss (Privatbehandlung).

Dadurch sind viele medizinisch notwendige und behandlungsbedürftige Fehlstellungen der Zähne oder Kiefer aus Gründen der Kostenersparnis keine Kassenleistung mehr.

Einige solcher Fälle sollen hier beispielhaft dargestellt werden:

 
TiefbissTiefbiss: nur bei traumatischem Einbiss Kassenleistung
 

TiefbissOffener Biss: Erst bei 2mm Schneidekantenabstand Kassenleistung

 

RückbissRückbiss: Behandlung erst bei mehr als 6 mm Schneidezahnstufe Kassenleistung

 

RückbissRückbiss: keine Kassenleistung unabhangig von der Qualitat der Seitenzahnverzahnung

 

KontaktpunktabweichungKontaktpunktabweichung: erst bei mehr als 3 mm Abweichung Kassenleistung

 

EngstandEngstand: Engstand: erst bei mehr als 3 mm Platzmangel pro Zahn Kassenleistung

 

KopfbissKopfbiss, offener Biss, Engstand: keine Kassenleistung auch in diesem Fall