Behandlung im Wechselgebiss (9 – 12 Jahre)

KURZ & KNAPP

Ein Behandlungsbeginn während des Zahnwechsels wird vorwiegend bei skelettalen Dysgnathien und bei ausgeprägten Engstandsituationen empfohlen.


Ein Behandlungsbeginn im Wechselgebiss ist bei vielen skelettal bedingten Fehlstellungen der günstigste Zeitpunkt. Hier sind häufig vorkommende Beispiele:

Stark ausgeprägte skelettale Angle Klasse II:

Eine skelettale Angle Klasse II ist ein Rückbiß (des Unterkiefers), der durch eine Fehleinlagerung des Ober- und/oder Unterkieferknochens zur Schädelbasis bedingt ist. Dies ist eine der häufigsten Fehlstellungen in unserer kieferorthopädischen Praxis

Primärer Engstand:

Beim primären Engstand herrscht ein Mißverhältnis der Zahngrößen zum Platzangebot in den Kiefern vor. In diesen Fällen muß durch eine fundierte Diagnostik entschieden werden, ob Zähne extrahiert, d.h. entfernt werden müssen oder ob die Zahnbögen so weit erweitert werden können, dass alle Zähne Platz finden können.

Frontal offener Biss:

Die voll durchgebrochenen Frontzähne berühren sich auch beim maximalen Zusammenbeißen nicht. Fast immer wird der frontal offene Biss mit einer Zungenfehlfunktion beim Schlucken beobachtet.

Vorzeitiger Milchzahnverlust:

Ein vorzeitiger Milchzahnverlust führt in der Regel zu einem Wandern der hinteren Backenzähne nach vorn. Dadurch geht der Platz für die später durchbrechenden bleibenden Zähne verloren. Ziel einer Behandlung ist, die durch den vorzeitigen Milchzahnverlust entstandenen Lücken zu erhalten bzw. wieder zu öffnen.